Wochenend-Sesshin der bei Frankfurt - Interview mit den Organisatoren

Anfang Juni fand im Kloster Ilbenstadt nahe Frankfurt ein sehr gut besuchtes Wochenend-Sesshin statt, im Beisein des Zen-Meisters Hinnerk Polenski. Wir fragten die Organisatoren, Wolfgang Fox und Gabriele Machnik, nach Hintergrund und Plänen:

F: Als Daishin Zen Gruppe Frankfurt habt Ihr Anfang Juni ein sehr schönes und gut besuchtes Sesshin oder Klosterwochenende veranstaltet. Könnt Ihr zunächst vielleicht etwas über "Euch", die Frankfurter Gruppe, sagen? Wie lange gibt es Euch schon? Wie haben die Teilnehmer zu Euch gefunden?

A: 1999 gründete Wolfgang Fox seine erste Zen-Gruppe in einem Benediktiner-Kloster in Bingen. Nach einer beruflichen und örtlichen Veränderung entstand gemeinsam mit Gabriele Machnik 2004 eine neue Gruppe in Frankfurt. Seit 2006 in eigens dafür angemieteten Räumen in unmittelbarer Nähe des Frankfurter Hauptbahnhofs. Über unsere homepage www.zen-frankfurt-city.de finden immer wieder neue Teilnehmer zu uns.

F: Das Sesshin fand in einem Kloster bei Frankfurt statt - Macht sich dadurch eine besonders "klösterliche" Atmosphäre bemerkbar? Wie sitzt es sich in so einem Kloster?

A: Die letzten vier Sesshins im Kreis von ca. 16 Teilnehmern fanden im ländlichen Gebiet von Kassel statt. Mit viel Recherchearbeit und natürlich wie immer mit etwas Glück, konnten wir in 2010 erstmalig im "Kloster Ilbenstadt" (ca. 30 Km nördlich von Frankfurt) ein Zen-Wochenende anbieten. So schaffen beispielsweise die dicken, altehrwürdigen, über 800 Jahre alten Klostermauern gemeinsam mit dem Klostergarten mit seinem alten Baumbestand eine ganz besondere Athmosphäre. Die Zendo selbst beeindruckt mit ihren über 6 Meter hohen Decken. So hätten wir bis auf ganz wenige Teilnehmer alle 42 Plätze anbieten können.
Intensiviert und verstärkt hat dieses Sesshin natürlich unser Zen-Meister Hinnerk Syobu Polenski - mit seinem Teisho (Zen-Vortrag), dem Dokusan (Vier-Augen-Gespräch mit dem Meister) und einer abendlichen Fragerunde am Lagerfeuer.

F: Ist so ein Sesshin eigentlich nur was für "alte Hasen", oder kann man da auch als Neueinsteiger mitmachen, um mal einen Geschmack von Zen zu bekommen?

A: Dieses Wochenend-Sesshin war für Einsteiger sowie für Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet. So haben wir uns vor Beginn des eigentlichen Sesshins am Freitag um 15:00 Uhr ausreichend Zeit genommen eine Einführung für alle Interessierten durchzuführen. Übrigens: Durchgehalten hat jeder bis zum Ende. Zum Abschluß gab es auch für die alten Hasen noch eine Überraschung. Den Ausklang des Sesshins begleitete das meisterliche Spiel auf der Shakuhatchi des Dr. Jim Franklin.

F: Und - gibt es schon Pläne für das nächste Sesshin?

A: Bereits heute sind wir mit dem Kloster in Verhandlung, ob wir für 2011 noch ein oder doch noch ein zweites Wochenende für uns frei hat. Danach wird dieses Kloster schon heute für das komplette Jahr 2011 ausgebucht sein.

Warum machen wir das?
Unser Wunsch ist es, jedem Interessierten den Zugang zu Zen zu ermöglichen bzw. einen ersten Eindruck von Zen zu gewinnen. Zen-Meditation bietet beispielsweise die Möglichkeit, den Alltag mit etwas mehr Gelassenheit und Bewußtsein zu gestalten. Zen selbst hat mit Religion nichts zu tun.
Wir freuen uns schon jetzt darauf, möglichst viele Teilnehmer, die dieses Jahr aus dem gesamten Bundesgebiet angereist sind, in 2011 wieder zu sehen. Riesig gefreut haben wir uns auch über die Teilnehmer aus den verschiedenen Dai Shin Zen-Gruppen von Kiel und Hamburg über Berlin, Köln, Stuttgart und natürlich Frankfurt.

Mit einem besonderen Dank an unseren Zen-Meister Hinnerk Syobu Polenski!
Na dann: bis 2011!