//
Daishin Zen Schule
Warum Daishin Zen jetzt ein Zuhause braucht

Ein Ort des Friedens und der Freude -
Warum Daishin Zen jetzt ein Zuhause braucht

von Zen-Meister Hinnerk Syobu Polenski

Es ist mehr als zehn Jahre her, da hatte ich einen Traum. Ich träumte von einem Ort, an dem der Frieden wohnt. Ja, der Frieden und die Freude. Ich weiß, das klingt kitschig und klischeehaft, aber so zeigte es der Traum damals. Dieser Ort ist ein Zufluchtsort für Menschen, junge wie ältere, die eine Zeitlang für sich, bei sich sein wollten. Er ist auch ein Platz, an dem die Menschen meditieren, einfach „nur sein“ und leben können. Es ist ein Ort für Seminare, Kurse und Zen-Sesshins. Gleichzeitig ist dieser Platz ein Zen-Kloster, in dem Schüler und Schülerinnen ihren Zen-Weg vertiefen und in Stille gehen können. Das war mein Traum vor zehn Jahren.

Und dieser Traum soll jetzt Wirklichkeit werden. So einen Platz, so ein Anwesen suche ich heute. Daishin Zen wächst und wächst, analog zu den Problemen und Nöten der Menschen in unserer Gesellschaft. Also suche ich gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern diesen Ort, um dort das erste Daishin Zen Kloster und Daishin Zen Zuhause zu schaffen. Mein Traum soll Leben werden.

Wir leben in einer Welt, in der – im übertragenen Sinne - die Städte immer lauter, die Luft immer dünner und die Sonnen-Tage kürzer werden. Das neue Haus von Daishin Zen wird darum auf dem Lande stehen. Ein „Land“-Haus für ausgepowerte Städter, für perspektivlose junge Menschen, für sinnsuchende Männer und Frauen, für Zen-Schüler und Schülerinnen.

Einkehrzeiten, Seminare, Zen-Sesshin und Klosterleben

Warum Daishin Zen jetzt ein Zuhause braucht Mit sechs Jahren machte ich eine tiefe, spirituelle Erfahrung. Ich spielte auf einem unbefahrenen sandigen Weg mit meiner Schwester. Da hatte ich plötzlich eine Dimension von etwas anderem, ein tiefes Gefühl von „zu Hause sein und gleichzeitig hell und unendlich weit“. Eine Erfahrung, die mir eine Gewissheit schenkte, ohne damals genau zu wissen, wovon. Das hat mich tief berührt und war der erste Meilenstein auf meinem Weg. Mittlerweile gibt es immer mehr Menschen, die eine erste Ahnung von diesem „zu Hause“ haben, und noch mehr Menschen, die eine tiefe Sehnsucht danach in ihrem Herzen spüren. Sie alle sollen im Daishin Zen jetzt auch räumlich einen Ort finden, ihr inneres „zu Hause“ zu finden und zu stabilisieren.

Wir haben Klöster, Schlösser, Hotels und alte Pfarreien angesehen, bislang sind wir noch nicht fündig geworden, doch es wird immer konkreter, was wir suchen: E in inspirierendes Anwesen in landschaftlich berührender Umgebung mit 50 bis 70 Gästezimmern, Seminar-Räumen und Platz für einer Zendo – und Ausbaureserven. Hier werden ich und einige meiner Schüler leben. Mir ist es wichtig, dass dieser Ort von Anfang an der japanischen Tradition zugeordnet wird, auch optisch. Darum sehe ich z.B. eine japanischen Zen-Turm, wie ihn auch das Kloster Hoko-ji Kloster in Japan hat (siehe Fotos).

Es soll kein reines Kloster (in welchem „Kleid“ verpackt auch immer) werden. Das klösterliche Leben ist ein Teil des Projektes. Ein anderer Teil sind die Seminare von Zen Leadership, aber auch Angebote aus dem Bereich Heilen und Heilkunst wie Craniosacral-Therapie und Qi Gong. Und dann, und das ist mir besonders wichtig, sollen Menschen an diesem Ort für eine Zeit leben können, um sich neu zu orientieren, in der Ruhe und Geborgenheit des Daishin Zen Zeit haben, sich selbst zu finden. Solche Plätze sind in der heutigen Zeit Mangelware. Diese Menschen können am klösterlichen Tagesablauf teilnehmen, müssen aber nicht „ins Kloster“ gehen.

Stille gepaart mit purer Lebensfreude

Daishin Zen ist traditionell und offen und modern. Wir sprechen Menschen an, die auf der Suche, auf ihrem Weg sind. Wir wollen Unterstützung anbieten und Raum geben. Das ist das Ziel.

In meinem Traum sah ich diesen Ort des Friedens und der Freude. Freude deshalb, weil das neue Haus des Daishin Zen lebensbejahend und fröhlich sein soll. Klösterliche Schlichtheit mit Form und Regeln auf der einen Seite, auf der anderen Seite aber auch Lachen, Freude und die ständige Bereitschaft, das Leben (in sich selbst) zu feiern. Das ist im Zen sicherlich neu und ein Spagat. Dieser Spagat spiegelt jedoch modernes Leben und die Anforderungen an ein Leben im 21. Jahrhundert wider. Lasst uns deshalb gemeinsam diesen Platz der Freude und des Friedens suchen, aufbauen und gestalten.

Ich lade euch alle ein.