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Zen Weg

Merkmale des Daishin Zen (2)

Kompatibilität

Daishin Zen ist die Brücke zwischen modernem westlichen Geist und östlicher Weisheit.

Was ist die Essenz des japanischen Rinzai Zen?
Und was sind asiatische historisierte Regeln und geschichtlich-nationaler Bedingtheiten, die nicht kompatibel zu unserer westlichen Welt in Japan bleiben sollten?
Was ist die Essenz? Was bleibt in Indien, China, Japan als nicht übertragbarer Aspekt? Was bleibt in Asien und was findet als der „neue Zen-Geist“ Eingang in die moderne Welt?

Diese Fragen bestimmen die Forschung und Entwicklung des Daishin Zen, die noch lange nicht ihr Ende gefunden hat. Alle Kulturkompromisse bleiben dort, d.h. es geht nicht darum, japanische Zen-Art unreflektiert zu übertragen, sondern vielmehr, den reinen Geist des Zen unabhängig von Riten und Regeln zu transferieren. Regeln sind nur dann sinnvoll, wenn sie sinnvoll sind.

In den japanischen Klöstern ist das Niveau von Anfang an im Vergleich zu Europa sehr hoch. Es gibt in Europa einige Schulen, die diesen Weg versuchen. Andere Schulen praktizieren zwar Zazen, aber ohne die notwendige Disziplin und Form. Samadhi oder Einsicht zu erreichen ist da schwer. Beide Wege sind deshalb also nur bedingt erfolgreich.

Der eine Weg - die Kopie aus Japan - ist oft zu hart und zu inkompatibel, der andere oft zu selbstgestrickt und verwässert. Erschwerend kommt hinzu, dass immer mehr Zen-Wege ohne den dazu notwendigen authentischen Lehrer oder Meister angeboten werden, auch wenn die Leitenden sich gerne so nennen.